Besuch bei Holcim

Am Dienstag, 31. Januar 2017 besuchte Chris gemeinsam mit Erwin Feucht, Bundestagskandidat des grünen Kreisverbandes Sigmaringen, den Standort Dotternhausen der Firma Holcim. Ebenfalls zu Gast war Hauptgeschäftsführer Herr Beißwenger vom Industrieverband Steine und Erden.

Einen ersten Eindruck über die Verbundenheit zur Erdgeschichte und der Region erhielten die Gäste beim Rundgang durchs Werkforum und das Fossilienmuseum.

Fossilienmuseum

Museumsleiterin Dr. Annette Schmid-Röhl im Gespräch mit Chris.

Natürlich fand ein reger Austausch über die Bedeutung regionaler Rohstoffe statt. Thomas Beißwenger machte deutlich, dass jeder Bürger pro Stunde zwei Hände voll Kalkstein verbraucht – wenn auch unbewusst. Baden-Württemberg schaffe es, seinen Bedarf an Baurohstoffen fast eigenständig zu decken. Er unterstrich, dass die für den Rohstoffabbau beanspruchten Flächen nur vorübergehend genutzt würden. Danach stünden die Flächen beispielsweise einer menschlichen Nutzung oder einer Naturschutznutzung zur Verfügung. Beißwenger: „Der Flächenanteil der Steine- und Erdenindustrie beträgt lediglich 0,2% der Landesfläche.“ Er betonte: „ Die Steine und Erdenindustrie ist standort- und lagerstättengebunden. Rohstofflagerstätten sind naturgegeben und nicht veränderbar.“ Mit Stolz verwies Beißwenger auf die hohe Biodiversität in Abbaustätten und erinnerte daran, dass das Zementwerk in Dotternhausen vor fünf Jahren als erstes Unternehmen im Land Ökopunkte für die „Öde Flusslandschaft“ erhalten hat.

Im Zentralen Leitstand, dem Herzstück des Zementwerks, erlebten die Gäste die Steuerung der Produktion an zahlreichen Monitoren. Friedrich Wimmer, Leiter Ersatzstoffe, erklärte den Überwachungsprozess des Ersatzstoff-Einsatzes. Dieter Schillo: „Holcim investiert jährlich Millionen in die laufende Modernisierung seines Werks. Wir sind technisch auf aktuellem Stand. Der Zentrale Leitstand ist ein Beispiel dafür.“

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Dieter Schillo (von links), Chris Kühn, Erwin Feucht, Friedrich Wimmer, Dr. Stefanie Hähnlein, Thomas Beißwenger im Leitstand.

Im Leitstand

Erwin Feucht und Chris Kühn im Gespräch mit Dieter Schillo.

Die geplante Süderweiterung des Steinbruchs wurde ebenfalls sehr ausführlich und kontrovers diskutiert. Der Termin erfolgte als Ergänzung zu einem Gespräch mit der BI Plettenberg, die sich gegen die Süderweiterung ausspricht.